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Venedig, 12./13. November 2011

Stadt-OL ohne Autoverkehr

"Über Platzierungen lassen wir uns hier nicht aus, denn diese waren völlig unwichtig!"

Bereits zum 32. Stadt-OL in Venedig trafen sich am 12./13. November beinahe 4500 Orientierungsläufer/innen aus aller Welt in der Lagunenstadt.
Von Frankfurt/Hahn ging es für uns mit Ryanair gegen Süden. Schon vor dem Abflug konnten wir weitere OL`er anhand ihres Reisegepäcks identifizieren.

Vor Ort offenbarten sich für uns schnell die Tücken eines OL's in Venedig. So standen wir bei der Suche nach unserem Hotel, trotz Karte, kurz planlos in einer der unzähligen Gassen und rätselten wo unser Hotel denn nun sei. Der unscheinbare Durchgang zum Hinterhof, in welchem sich der Hoteleingang befand, musste erst mal als solcher identifiziert werden. Nach Bezug des Zimmers wurde Venedig mit einem gemütlichen Spaziergang durch die verwinkelte Stadt erkundet. Staunend genossen wir das absolut einmalige Flair dieser Stadt und bewunderten die Auslagen in Luxusläden, ein Paar Schuhe nicht unter 1000.- Euro, genauso wie die unzähligen Verzierungen der Kirchen, Paläste und Brücken.

Samstagvormittag absolvierten wir zuerst ein „Muß“ in dieser Stadt. Mit dem Vaporetto fuhren wir den kompletten Canale Grande hoch. Den Rückweg nützten wir, mit einem Stadtplan, als kleine technische Trainingseinheit.


Nach einem leichten Mittagessen machten wir uns auf zum Park-Sprint im östlichen Teil der Hauptinselgruppe. Schon dieser Sprint machte Appetit auf mehr. Direkt nach dem Start ging es, mittels einer vom Venedig-Marathon übrig gebliebenen Brücke, über den ersten Kanal.

Schon dabei waren jede Menge Touristen zu um kurven. Anschließend kam sofort das erste Oh und Ah; ging es doch sofort durch ein paar schöne Hinterhöfe einer Wohngegend. Das Flair wurde durch in den Höfen und Gassen aufgehängte Wäsche nur noch interessanter.

Der Rest des Tages wurde noch zu einem Bummel am Lido, übrigens einer der wenigen Teile Venedigs in dem Autos oder Fahrräder zu sehen waren, genutzt. Leider war der größte Teil des Lido versperrt und nicht öffentlich zugänglich.


Am Sonntag folgte dann der Hauptwettkampf bei strahlendem Sonnenschein.
Der Start lag in diesem Jahr in der Nähe des Markusplatzes. Das Beobachten des Startprozedere war faszinierend. Aufgeteilt in drei Startkorridore wurden jede Minute 15-20 Läufer auf die Stecke geschickt. Wer das noch nicht gesehen hat kann sich auch nicht vorstellen welcher Stress/Hektik es dabei vom Startpersonal zu bewältigen gab.
Die Strecken führten praktisch alle zweimal über den Canale Grande, sowie mehrmals durch von „normalen“ Touristen hoch frequentierte Einkaufsgassen der Stadt. Die Passagen mit größeren Touristenaufkommen waren in der Karte extra braun dargestellt und mussten durchaus in die Routenplanung mit einbezogen werden. Es ging durch schmale Sackgassen welche sich wie ein Labyrinth wanden. Die engsten Gassen waren wohl nicht einmal einen Meter breit. Dort konnte einem durchaus noch Gegenverkehr, auch mit Koffer, begegnen. In den Gassen die von besonders vielen Touristen besucht sind war an Laufen nicht im Geringsten zu denken. Tourist um Tourist musste einzeln überholt werden.
Für mich war der Lauf nach fast 90 Minuten viel zu früh zu Ende. Zwar wollten meine Oberschenkel nicht mehr so recht, aber der Kopf hat selten einen Lauf so genossen und wollte noch mehr!

Abschließend blieb noch Zeit für ein Picknick auf dem Markusplatz inmitten tausender Touristen und Tauben. Sogar für einen Kirchenbesuch und einem weiteren Bummel in einem noch nicht erkundeten Sestieri (Stadtteil) blieb noch Zeit bevor der Flieger uns wieder zurück ins neblige Ulm brachte.

Aus Baden-Württemberg waren folgende Läufer/innen am Start: Rainer Hirschmiller, Renate Hirschmiller, Rolf Leich, Rainer Sickerling und Lutz Werner

Über Platzierungen lassen wir uns hier nicht aus, denn diese waren völlig unwichtig!

Rainer Hirschmiller

Zum Abschluss noch zwei Kartenausschnitte:

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Regensburg, 8./9. Oktober 2011

OL-Wettkämpfe der ARGE ALP Sommerspiele  2011

Baden-Württemberger Team als Gastmannschaft zum Länderkampf in der Oberpfalz

Nach 1993 und 2004 war Bayern nunmehr zum dritten Mal Gastgeber der ARGE-ALP OL-Wettkämpfe. Zweimal übernahm der TSV Grünwald zuvor die Ausrichtung des Alpenländerkampfes und in diesem Jahr die OLG Regensburg.
Abermals ging heuer ein Team aus Baden-Württemberg an den Start. Die fast fünfzigköpfige Mannschaft, deren Leitung Teamchefin Stefanie Greiselis-Bailer übernahm, war es als Nichtmitglied der ARGE ALP jedoch lediglich möglich, als Gastmannschaft um Länderkampfpunkte zu feiten.

Am Samstag wurden die Staffelwettkämpfe, unter Verwendung der neu aufgenommenen Karte „Kochholz“, ausgetragen.
Das Laufgelände, das von einem dichten Wege- und Schneisennetz durchzogen war, wies in dem an sich gut belaufbaren Wald auch großflächige Dickichte auf, die sodann für ein erschwertes Vorankommen sorgten. Einige Einschnitte, die zum Naabtal steil abfielen, sowie zahlreiche Felsformationen und Grabensysteme komplettierten das abwechslungsreiche Laufgelände.
Einen Podiumsplatz erlief sich im Staffelwettbewerb das Damen Elite Team aus Baden-Württemberg. In der Besetzung Anne Kunzendorf, Meike Jäger und Janeta Turka erreichten die Damen den 3. Platz.
Nicht gewertet werden konnte die zweite baden-württembergische H 35 Staffel. Startläufer Martin Schwarz half einem verletzten Läufer und konnte sein Rennen daher nicht beenden – aber gerade deswegen: Chapeau!

Für den Einzellauf am Sonntag stellten die Regensburger die Karte „Rocks Paradies“ zur Verfügung. Die bereits 4 Jahre alte Karte wurde zuvor auch zum Alpen-Adria Cup 2009 genutzt und ist daher sicherlich bereits einigen Läufer/innen nicht unbekannt gewesen…
Wie der Name der Karte bereits sagt, ist das Laufgebiet überwiegend durch Felsen, Steine und Steinfeldern in allen Variationen geprägt. Die Abwechslung und Belaufbarkeit, die das Vortagesgelände aufwies, vermochte das recht kleine Laufgebiet allerdings nicht bieten. Dennoch  gelang es dem Bahnleger, einige spannende Routenwahlen einzubauen. Einzig einige ungenaue Postenbeschreibungen, die an diesen, versteckten Posten zu Suchaktionen führten, sorgten für Kritik.
Drei Baden-Württembergern gelang im Einzellauf der Sprung aufs Treppchen. Klemens Jörger wurde in der H 50 Zweiter. Meike Jaeger (D 35) und Sascha Dammeier (H 35) belegten jeweils den 3. Platz.

2012 finden die OL Wettkämpfe der ARGE-ALP Sommerspiele vom 13.-14.10. in Olivone (Tessin) statt.

Steffen Hartmann

Ergebnisse/Homepage des Ausrichters:
ol-regensburg.de/wb/pages/arge-alp-2011.php

Staffelstart!
Unsere drittplatzierte DE-Staffel
Wiebke Harter auf der Startstrecke
Sascha Dammeier (3. H 35)
Siegerehrung der Länderwertung

Fotos: Jakob Schach und Steffen Hartmann

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Bad Harzburg, 1./2. Oktober 2011

DM-Lang und Deutschland-Cup 2011

Abschluss der nationalen Orientierungslaufsaison in Bad-Harzburg

Zu seinem 125-jährigen Bestehen richtete der MTV Bad Harzburg die diesjährigen Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz und den Deutschland-Cup aus.
Die Veranstaltung war gleichzeitig Testlauf für die Senioren Weltmeisterschaften, die nächstes Jahr in derselben Region stattfinden.
Das Laufgebiet, der an den beiden Tagen genutzten Karte „Luchsweg“, lag direkt an der Grenze zum Nationalpark Harz. Trotz der daraus resultierenden Auflagen gelang es dem Ausrichter  eine Veranstaltung der kurzen Wege anzubieten.
Während sowohl der Weg zum Start und das Gelände in Startnähe relativ flach waren, kamen im weiteren Verlauf die harztypischen „Kletterpartien“ zum Einsatz. Auch wenn diese harmloser ausfielen, gegenüber vergangenen Wettkämpfen in eben dieser Region.
Das Laufgebiet wechselte zwischen schnell belaufbaren, flachen bis mäßig steilen Hangpassagen und einigen feindetaillierten Stein- und Felsgebieten. Dies erforderte regelmäßigen Wechsel der Orientierungstechniken.
Eine schwäbische Medaillenplatzierung konnte Gerhard Horn (TGV Horn), mit seinem 2. Platz in der H 75 erzielen.

Für den Deutschland-Cup am Sonntag stand dasselbe Wettkampfzentrum zur Verfügung, wie für die DM am Vortag.
Gelaufen wurde überwiegend in dem Teil des Waldes, der mit offener Belaufbarkeit aufwartete. Den Läufer/innen der langen Bahnen blieben allerdings auch heute die Anstiege nicht erspart.
Die einzige schwäbische Staffel stellte der TGV Horn. Diese belegte am Ende den 62. Platz.

Steffen Hartmann

Ergebnisse:
www.wmoc2012.de/de/dm/ergebnisse/

Routegadget DM:
www.orientierungslauf.de/routegadget/=
Routegadget D-Cup:
www.orientierungslauf.de/routegadget/=

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Moosach, 17./18. September 2011

Deutsche Staffelmeisterschaften 2011

Münchener organisierten ein langes OL-Wettkampfwochenende im Süden der Republik

In Moosach, südlich von München, richtete der TSV Grünwald am 17. und 18. September die Deutschen Staffelmeisterschaften und einen Bundesranglistenlauf aus. Der Ranglistenlauf war für die Eliteläufer/innen und Junioren/innen gleichermaßen ein Wertungslauf für die diesjährige Weltrangliste.
Für besonders laufangagierte OL`er bot sich am Freitagabend die Möglichkeit eines weiteren Wettkampfes an. Der OLV Landshut organisierte im Garchinger Forschungszentrum ein Nachtsprint-OL, der wiederum Parktourpunkte für die Teilnehmer/innen erbrachte.
Das Gelände des Forschungszentrums wechselte ständig zwischen offenen, gut belaufbaren Flächen und dunklen, unübersichtlichen Abschnitten. Die Bahnen boten einige trickreiche Routenwahlangebote,  rund um die Gebäude des Forschungszentrums.

Am Samstag standen die Deutschen Staffelmeisterschaften an.
Im Startbereich war das Gelände von kleinen Hügeln und Senken geprägt und bot im Mittel- und Endteil ein Bachtal sowie einige ruppige Passagen an.
Mit dem 4. Platz der D-145T und dem 5. Platz der D 18T des TGV Horn, sowie dem 6. Platz der H 18T des SV Wannweil gelang es drei schwäbische Staffeln, sich unter die besten 6 zu platzieren.
Am Sonntag fand im selben Gelände, in dem am Tag zuvor die Staffelmeisterschaften stattfanden, ein Bundes- und Weltranglistenlauf statt.
Die beste schwäbische Leistung erzielte Gerhard Horn (TGV Horn), der in der Altersklasse H75 siegte.  
In der Weltrangliste gelang Jakob Schach (SV Wannweil) und Steffen Hartmann (TGV Horn) erstmalig der Sprung in die Top 1000.

Steffen Hartmann

Ergebnisse Sprint:
www.ol-landshut.de/ergebnisse/2011nachtsprint.pdf
Ergebnisse Staffel:
www.2011dmstbrl.ol-gruenwald.de/content.php
Ergebnisse BRL/WRE:
www.2011dmstbrl.ol-gruenwald.de/content.php
Routegadget Staffel:
www.orientierungslauf.de/routegadget/=
Routegadget BRL/WRE:
www.orientierungslauf.de/routegadget/=

Renate Hirschmiller beim Staffellauf
Luisa Tauner auf der Pflichtstrecke
Staffelmeisterschaften - Massenstart

Fotos: Rainer Hirschmiller / Hans Hartmann

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Lorch, 10./11. September 2011

35. Jugend- und Juniorenländervergleichskampf der Landesturnverbände

TGV Horn als Ausrichter Spitzenklasse – das schwäbische Team mit durchwachsener Leistung 10.

Zum zweiten Mal nach 1987 war der TGV Horn Ausrichter dieses  für die Orientierungslaufjugend wichtigen Wettkampfes. Fast 400 Läufer im Alter von 12 - 20 Jahren kämpften am Bemberlesberg bei Lorch in Einzel  und Staffelläufen um Punkte für Ihren Landesverband.

Fast 2 Jahre arbeitete der TGV Horn unter dem Wettkampfleiter Stefan Ulver und Vorstand Timo Beißwenger an der Vorbereitung dieses Wettkampfes. Was der Dorfverein, mit nur 370 Einwohner aber 450 Vereinsmitglieder,  auf die Füße stellte, beeindruckte alle Teilnehmer und fand höchste Anerkennung. 

Einige hundert Stunden Arbeit wurden in die Erstellung einer neuen Orientierungslaufkarte investiert. Ein schwieriger Wald mir sehr diffusen Beständen forderte das Team um Jörg Ulver sehr. Manche Stunde wurde im Wald über die Aufnahmekriterien diskutiert und getestet.  Dass es sich gelohnt hat, zeigt das einhellige Lob der Läufer über die Karte.
Die Einzelläufe am Samstag forderten alle Teilnehmer sehr stark. Der Ausrichter TGV Horn bot einen technisch und konditionell sehr anspruchsvollen Wettkampf, der bewusst so konzipiert wurde. Schon die teilweise deutlichen Rückstände zwischen den Siegern und Zweitplatzierten der Wertungsklassen belegen dies deutlich. Mit einer Warm-Up-Karte – wie fast nur bei internationalen Wettkämpfen üblich – konnten sich die Läufer im Vorfeld auf die teilweise sehr diffusen Waldbestände einstimmen.

Vor der Staffel überbrachte STB Vizepräsident Michael Hörrmann die Grüße des STB. Ohne Mikrofon fand er die richtigen Worte, um die Jugend anzusprechen.
In der Staffel am Sonntag waren andere Qualitäten gefordert. Einige sehr ruppige Stellen und nicht wenige Routenwahlentscheidungen verlangten von den Läufern einen konzentrierten Lauf. Zahlreiche Führungswechsel und auch teilweise große Abstände kennzeichneten das Rennen und sorgten auch für eine sehr stimmungsvolle Entscheidung. Der Aufwand  hat sich gelohnt, wie der Kommentar des Spitzenläufers Jörg Leibiger zeigt: “Wirklich tolle, anspruchsvolle Bahnen beim JLVK mit herrlichen Routenwahlaufgaben --> Glückwunsch an die Bahnleger, so was wünscht man sich öfter!!!“

Verpflegung – 4 warme Mahlzeiten an verschiedenen Orten, 2mal Frühstück - und Unterbringung der Teilnehmer ist immer eine Herausforderung für den Ausrichter. Zentrum war die Kultur- und Sporthalle Leinzell – wunderbar geeignet als Massenlager und Zentrum für Abendveranstaltung und Disco. Auch hier setzte das Team um Simon Haas Maßstäbe.  „Besser kann man einen JLVK nicht organisieren“ (hessische Betreuer), „-... eigentlich müsste der TGV Horn einen Dauerauftrag bekommen. „ (Badische Betreuer)
Bei der mal ganz anderen Siegerehrung brachten die Wettkämpfer ihre Begeisterung für diese Veranstaltung zum Ausdruck. Mit kreativen Outfits und Schlachtrufen marschierten die Landesverbände  ein. Die Idee, die letzten mit Eisgutscheinen zu ehren, brachte die Halle zum Kochen. Turngauvorsitzender Karlheinz Rössler und Sportkreisvorsitzender Manfred Pawlita waren begeistert von der Dynamik „So eine Siegerehrung haben wir noch nie erlebt, das war die Anreise wert“.

Hans Hartmann

Zur Ergebnisseite

Einige Fotos vom Wettkampfgeschehen des JJLVK Einzellaufs und dem anschließenden Rahmenlauf für Jedermann, die das Treiben an den Posten und dazwischen widerspiegeln, sind in einer Bildergalerie zusammengefasst.

Klick das Foto um zur Fotogalerie zu gelangen....

Maren Kucza vom gastgebenden TGV Horn beim Kartenstudium während des Einzellaufs...

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Französiche Alpen, 13.-20. August 2011

"O-festival" Grand Savoie

Anspruchsvoller Mehrtagelauf für die WM-Zuschauer

Parallel zur Orientierungslauf-WM 2011, bot das „O-festival“ den WM-Zuschauern die Möglichkeit, sich im WM-Gelände unter Verwendung der Weltmeisterschaftskarten zu messen.
Dank des gut abgestimmten Zeitplans war es problemlos möglich, im Anschluss an die Zuschauerläufe, die jeweiligen WM-Läufe zu verfolgen. Die Bahnleger der Zuschauerläufe schenkten den Startern dabei nichts und wählten den jeweils anspruchsvollsten Teil des Geländes aus. Im steinigen, detailreichen Terrain unterliefen bereits den WM-Startern zahlreiche Fehler, so dass diese bei den Zuschauern erst recht nicht ausblieben. Von den vier gestarteten Schwaben vermochte es leider keiner der Teilnehmer, sich vorne mit zu platzieren.

Auch für das Deutsche WM-Team lief es eher mäßig. Die Qualifikation für das Langdistanzfinale durch Bjarne Friedrich war die einzige Finalteilnahme eines deutschen Starters.
Dominiert wurde die WM vom Schwedischen Team, das von den 24 WM-Medaillen genau 10 Medaillen einheimsen konnte. Den Herrenwettbewerben drückte der Franzose Thierry Gueorgiou, der seine WM-Titel Nr. 8-10 gewinnen konnte, dieser Weltmeisterschaft seinen Stempel auf.

Steffen Hartmann

Ergebnisse

Pflichtstrecke quer doch den Campingplatz (Etappe 4)

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Mönchweiler und Dachsberg, 23./24. Juli 2011

Baden-Württembergische Mitteldistanzmeisterschaften und Landesranglistenlauf

OL-Wochenende im Südschwarzwald

Der TV Mönchweiler und die OLG Ortenau richteten die letzten Landeswettkämpfe vor der diesjährigen Sommerpause aus.
Am Samstag fanden die Mitteldistanzmeisterschaften unter Verwendung der neu aufgenommenen Karte „Harzerwald“ statt. Hierfür nutzte der TV Mönchweiler das rund um ein Bachtal gelegene Laufgebiet, das zwar etwas klein war, jedoch ausreichend Platz für ein Mitteldistanzrennen bot.
 
Am Sonntag richtete die OLG Ortenau einen Landesranglistenlauf über die Langdistanz am Dachsberg aus. Wie bereits im Vorjahr, fand der Wettkampf im Rahmen des Dachsbergturnfestes statt. Gelaufen wurde wieder unter Verwendung der Karte „Dachsberg“. Das Laufgebiet war durch Steilhänge und Steinformationen geprägt. Um Bahnen mit den nötigen Streckenlängen im recht kleinen Laufgebiet unterzubringen, wurde mit Bahnkreuzen und vielen Posten gearbeitet. Leider wurden die Bahnen dadurch etwas unübersichtlich und es kam kein wirkliches Langdistanzgefühl auf. Eine Mitteldistanz wäre bei der Größe des Laufgebietes die bessere Wahl gewesen.

Die nächste Landesveranstaltung Baden-Württemberg, dann nach der Sommerpause, wird der Landesranglistenlauf am 25. September in Zizenhausen sein.

Steffen Hartmann

Zu den Ergebnissen

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Baindt, 10. Juli 2011

4. Landesranglistenlauf Baden-Württemberg in Baindt

Traditionsgemäß richtete der SV Baindt Anfang Juli einen Landesranglistenlauf aus. Gelaufen wurde wie im Vorjahr mit der Karte „Heiser Forst“.
Das Wettkampfzentrum befand sich nahe Vogt, wodurch es in diesem Jahr möglich wurde, ein noch unbekanntes Laufgebiet zu nutzen. Auch dieser Geländeteil wartete mit einem typischen Höhenprofil eines Endmoränengebiets auf, das  zahlreiche Hügel und Einschnitte aufwies. Zusätzlich prägten viele kleine Bestände das Laufgebiet. Jahreszeitlich bedingt  war die Vegetation stark ausgeprägt, so dass die Belaufbarkeit nicht immer optimal war.
Die Bahnlegung bot einer Langdistanz angepasst, eine gelungene Mischung aus anspruchsvollen Routenwahlherausforderungen und kurzen, technisch anspruchsvollen Passagen.

Steffen Hartmann

Zur Landesrangliste Baden-Württemberg

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Bad-Düben, 25./26. Juni 2011

DBK Mannschaft

Beste Orientierungslauf-Teams in Bad Düben ermittelt

Nach einjähriger Pause fanden am 25. Juni in Thornau-Eisenhammer wieder Deutsche Bestenkämpfe im Manschafts OL statt.
Aus Schwaben war leider nur ein Team vom TGV Horn am Start. Die Herausforderung beim Mannschafts-OL ist dabei die Stärke seines Teams zu kennen und die Wahlposten optimal aufzuteilen. In dem leicht hügeligen Gelände mit wechselnden Beständen und wechselhafter Belaufbarkeit war es zudem schwierig die Laufzeiten genau abzuschätzen.
Leider gelang dem Horner Team das Aufteilen nicht ganz so gut, so dass man am Ende schlechter als nötig platziert war.
Am Sonntag wurde im benachbarten Waldgebiet ein Bundesranglistenlauf ausgetragen. Während der nordöstliche Teil des Wettkampfgebietes mit dem Vortag vergleichbar war, bot der südliche Teil ein ganz anderes Gelände. Großflächige Dickichte die mit einem feinen Netzt aus Schneisen und Lichtungen durchzogen waren, stellten eine ganz andere O-technische Herausforderung dar.

Steffen Hartmann

Ergebnisse Mannschaft   -  Route Gadget Mannschaft 
Ergebnisse BRL  -  Route Gadget BRL

Das Horner Team v. l. n. r. Jakob Schach, Steffen Hartmann, Michael Martin

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Trockenborn-Wolfersdorf, 4./5. Juni 2011

18. 24-Stunden-OL in Thüringen

Ich will es: 24 Stunden!

Bereits zum 18. Mal richtete die OL-Abteilung des USV Jena den Thüringer 24h-OL aus.
Das, was einst in den 80igern mit wenigen Staffeln begann, hat sich bis heute zu einem Höhepunkt im Bundesdeutschen OL-Terminkalender entwickelt. So gingen in diesem Jahr fast 100 Staffeln im Hauptlauf über 24 h und mehr als 50 Staffeln beim 12 h Lauf auf die Bahnen. Darunter mit den „Sechs Schwaben“ auch ein schwäbisches Team mit Läufer/innen des TGV Horn und des SV Wannweil.
Am Freitag reisten die Teams an  und bauten rund um das Waldbad der Gemeinde Trockenborn-Wolfertsdorf eine Zeltstadt auf.
Nachdem von Freitag auf Samstag noch ein letztes Mal richtig durchgeschlafen wurde, startete die weltlängste Orientierungslaufstaffel Samstagmorgen um 9 Uhr mit einem Massenstart.
Nach den ersten Läufern kristallisierte sich heraus, dass die Kilometerzeiten langsamer als geplant waren. Ein schwer belaufbares Gelände und Temperaturen von 30 °C forderten Tribut. So suchten die meisten Läufer in ihren Laufpausen die Abkühlung im Freibad. Auch war nochmals fleißiges taktieren angesagt, damit beim Wechsel auf die Dämmerungsbahnen, nicht unnötig lange Bahnen zu absolvieren sind. Ebenso galt es, unnötige Wartezeiten zu vermeiden.  Während zahlreiche Teams vor dem Wechsel auf die Dämmerungsbahnen bis zu 10 Minuten warteten, gelang den „Sechs Schwaben“ fast eine Punktlandung, als man kurz nach 20:30 Uhr auf die Dämmerungsbahnen wechselte. Nachdem beide Dämmerungsbahnen absolviert waren, begann mit dem Wechsel auf die Nachtbahnen, der Höhepunkt des Rennens.
Schon die Tagbahnen ließen erahnen, dass die Nachtbahnen nicht einfach werden. Wie erwartet, waren die Postenstandorte dann auch nicht anspruchslos, besonders auf den schweren Bahnen scheute sich der Bahnleger nicht davor, die Posten mitten ins Dickicht zu legen. Sicher auch eine Folge der modernen, hellen Lampen, die den Wald stellenweise in Tageslicht erhellten. Dennoch bleiben derartige Postenstandorte nachts nur schwierig anzulaufen.
Da das Wetter auch am Sonntagmorgen gut mitspielte, konnte bereits frühzeitig auf Lichtunterstützung verzichtet werden, so dass die letzten Bahnen in der Morgensonne abgelaufen wurden, bevor pünktlich um 9 Uhr das Rennen zu Ende war.
Die „Sechs Schwaben“ belegten mit 28 Wechseln den 29. Platz und hatten dabei 6 Wechsel Rückstand auf das siegreiche Team „Krügerols ausgebrannte Kaderleichen“. Kein Team konnte dieses Mal die Maximalzahl von 38 Bahnen erreichen. Ein deutliches Zeichen dafür, wie schwierig die diesjährige Auflage war.
Auch in anderen Staffeln waren schwäbische Läufer/innen am Start. Birgit Kern (SV Baindt) lief mit dem „Weiswurschtexpress“ auf den 8. Platz. Peter Heim und Stephan Haehnelt (beide OL-Team Filder) starteten für das Team „Schneller als die Bahn“ und Meike Hartmann, Martin Schwarz und Martin Sigle (alle TGV Horn) verstärkten die Karlsruher Teams „Gestiefelter Muskelkater“ und „Slowmotion“.
Der nächste 24 h Orientierungslauf findet vom 10.-12.05.2013 statt.

Steffen Hartmann

Ergebnisse: www.24h-ol.de/index.php/de/ergebnis

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Heidelberg, 2. Juni 2011

3. Landesranglistenlauf Baden-Württemberg in Heidelberg

Anspruchsvolle Bahnen am Heiligenberg

Zusammen mit den Deutschen Hochschulmeisterschaften richteten die Karlsruher Orientierungsläufer den 3. Landesranglistenlauf auf dem Heiligenberg in Heidelberg aus.
Die Karte wurde bereits 2006 von Ingo Horst zum Landesturnfest aufgenommen und von den Karlsruher Orientierungsläufern zur DHM überarbeitet.
In dem extrem steilen Laufgelände verliefen die Bahnen meistens bergauf oder bergab. Die Kategorien D19AL und H19AL des Landesranglistenlaufs waren identisch mit denen der Meisterschaftskategorien der Hochschulmeisterschaften, so dass hier ein direkter Vergleich gegeben war.
Das anspruchsvolle Gelände am Heiligenberg dürfte allen Teilnehmer/innen lohnend in Erinnerung bleiben.

Steffen Hartmann

Ergebnisse

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Werbellinsee, 28./29. Mai 2011

Deutsche Meisterschaften Mitteldistanz 2011

Orientierungslauf Wochenende am Werbellinsee

Am Werbellinsee, rund 60 km nördlich von Berlin, richtete der TOLF Berlin die diesjährigen Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz aus.
Aufgrund des weiten Anreiseweges waren nur wenige Schwaben am Start.
Das Wettkampfzentrum befand sich in einem Feriendorf am Werbellinsee. Das Ziel lag direkt am Strandbad.
Das eiszeitlich geprägte Wettkampfgelände verlangte mit seinen zahlreichen Hügeln und Senken hohe technische Herausforderungen und bot damit beste Bedingungen für einen Mitteldistanz OL.
Herausragend war die Leistung von Gerhard Horn (TGV Horn) der sich trotz einer Verletzung gehandicapt, den Titel in der H75 sichern konnte.
Für diejenigen Läufer/innen, die sich auf den Bahnen der Mitteldistanz noch nicht genug ausgetobt hatten, fand am Nachmittag noch ein Sprint OL auf dem Gelände des Feriendorfes statt. Die Mischung zwischen Wald, Parkgelände und dem Gebäudekomplexen des Feriendorfes, stellten eine spannende Mischung dar, die beim Sprint OL ansonsten leider selten angeboten wird.

Mit einem Bundesranglistenlauf am Sonntag fand das Wochenende seinen Abschluss. Das Waldgebiet grenzte direkt an das vom Samstag an und bot ein ähnlich hügeliges Höhenprofil wie am Vortag.
Gerhard Horn konnte seine Leistungen vom Vortag bestätigen und belegte den 2. Platz in seiner Altersklasse.

Steffen Hartmann

Ergebnisse und Routegadget: www.ol.tolf.de/erg_index.php

Sieger H75 - Gerhard Horn - der beste Schwabe am Werbellinsee

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Lörrach, 24.-29. April 2011

Ostertrainingslager des STB D-Kaders in Lörrach

OL Nachwuchs aus sechs Landesturnverbänden trainiert gemeinsam in der Schweiz

Am Ostermontag begann für die STB-Jugendlichen des OL D-Kaders ihr alljährliches Ostertrainingslager.
Dieses Mal ging es nach Lörrach um mit Schweizer Karten trainieren zu können. Gemeinsam mit den D-Kadern aus Baden, Hessen, Rheinhessen, Mittelrhein und dem Saarland gab es verschiedene Trainingseinheiten in Lörrach und in der Schweiz. Insgesamt waren 41 Jugendliche und 13 Betreuer mit dabei.
Neun unterschiedliche Trainingseinheiten galt es in den 5 Tagen zu absolvieren, darunter sogar ein Nacht-OL. Die Trainingsläufe fanden rund um Basel sowie in Rheinfelden, Lörrach und im Jura statt.
Aufgrund des um einen Tag verkürzten Trainingslagers musste der halbe Tag, der für Kultur vorgesehen war, gestrichen werden. Glücklicherweise war fast immer schönes Wetter und es regnete nur an einem Abend. Neben dem umfangreichen Training fanden die Jugendlichen aber dennoch Zeit für sich. So wurde das eine oder andere Fußball Match ausgetragen. Am Freitag war dann auch schon wieder alles vorbei und die Jugendlichen konnten sich nach fünf intensiven Trainingstagen auf den Heimweg begeben.

Jakob Schach

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TGV Horn, Mai 2011

JJLVK 2011

Eine äußerst abwechslungsreiche Laufkarte, ein sehr wechselhafter, anspruchsvoller Wald und ein tolles Spektakel rund um das

UNESCO Weltkulturerbe LIMES

verspricht der TGV Horn den Teilnehmern und Gästen des Jugend- und Junioren Ländervergleichskampf 2011

Die Geschichte zur Laufkarte 
Hompage des TGV Horn - JJLVK OL 2011

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Coburg 7./8. Mai 2011

Deutsche Sprintmeisterschaften 2011

Beste deutsche Sprinter/innen in Coburg ermittelt

Am 07. Mai richtete der TV Coburg-Neuses die diesjährigen Deutschen Sprintmeisterschaften aus. Der Start zu den Qualifikationsläufen war an der Veste Coburg. Die Bahnen führten durch den Hofgarten zum Schlossplatz. Das Laufgelände war dabei ein typisches Parkgelände mit Wechsel zwischen Wiesen und kleinen Waldstücken und mit einem dichten Wegenetz. Da die Äquidistanz 5 m, anstatt der in der Sprint-Kartennorm vorgesehenen 2,5 m betrug, wirkte das Gelände auf der Karte oftmals flacher als es tatsächlich war.
Das Finale wurde überwiegend in der Coburger Altstadt ausgetragen, nur eine kleine Schlussschleife führte nochmals durch den Hofgarten. Da das Laufgelände nicht sehr groß war, wurde bei den längeren Bahnen viel mit Schleifen gearbeitet. Aufgrund des eher einfache Geländes und der Bahnlegung kam es im Finale sehr auf schnelle Beine an. Aus schwäbischen Vereinen schafften 3 Starter/innen den Sprung in die A-Finals. Renate Hirschmiller (TGV Horn) wurde 5. in der D 40, Anne-Marie Hartmann (TGV Horn) 13. in der D 55, Birgit Kern (SV Baindt) beendete das Finale der Damen Elite als 12. Leider konnte diese Kategorie aufgrund eines zeitweilig fehlenden Postens nicht gewertet werden.
Am Sonntag folgte noch ein Bundesranglistenlauf über die Langdistanz. Das Laufgebiet erstreckte sich von der Veste Coburg, zur nahegelegenen Autobahn. Zwischen dem tiefsten und höchsten Punkt der kleinen Karte lagen 150 Höhenmeter, so dass alle Bahnen einen ordentlichen Steigungsanteil aufwiesen. Es konnten dabei durch schwäbische Läufer/innen einige gute Ergebnisse erzielt werden. Birgit Kern (SV Baindt) siegte in der D 19 AL, Wiebke Martin (TGV Horn) wurde 6. in der D 19 AK, Martin Schwarz (TGV Horn) 5. in der H 35, Renate Hirschmiller (TGV Horn) 2. in der D 40, Marianne Kern (SV Baindt) 5. in der D 55, Anne-Marie Hartmann (TGV Horn) 4. in der D 60 und Gerhard Horn (TGV Horn) 2. in der H 75.

Steffen Hartmann

Ergebnisse:
Samstag: www.ol-coburg.de/ergebnisse/2011/erg_finale.html
Sonntag: www.ol-coburg.de/ergebnisse/2011/erg_brl.html
Route Gadget:
www.orientierungslauf.de/routegadget/

Thomas Sigle beim Sprint Finale (Foto: Hans Hartmann)

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Belfast und Dublin, 22.-31. April 2011

JK und Irische Meisterschaften

OL-Urlaub in Irland

In diesem Jahr fand die traditionsreiche Jan Kjellström Trophy in Belfast statt. Zusammen mit den Irischen Meisterschaften, die am Wochenende danach, in der Nähe von Dublin stattfanden, bot sich hier eine wunderbare Gelegenheit zu einer Woche OL-Urlaub auf der irischen Insel. Leider musste ich die Reise diesmal alleine antreten.
Los ging es mit der JK Trophy, die jedes Jahr an Ostern als Erinnerung an den 1966 tödlich verunglückten OL-Pionier Jan Kjellström ausgetragen wird.
Auftakt des Wochenendes war ein Sprint am Karfreitag, der als Weltranglistenlauf gewertet wurde. Gelaufen wurde im Gelände des Stranmills College, in Belfast. Das Laufgebiet darstellte eine Mischung zwischen offenem Parkgelände und Wohnbebauung. Im Anschluss bot sich noch die Gelegenheit an einem Temp-O, der Sprintvariante des Trail-O, teilzunehmen. Dabei sind alle Posten „gezeitet“, d. h. man sieht an jeder Station ein Postennest und erhält 5-6 Kartenausschnitte zu denen man auf Zeit die zugehörigen Posten benennen muss.
Der zweite Tag, für die Elitekategorien ein Mitteldistanzlauf, fand in einem Dünengelände 40 km südlich von Belfast statt. Hier gab es bis zu 30 m hohe Dünen, die mit kleineren Höhenformationen durchsetzt waren. Die wenige Vegetation bestand aus Dünengras und einigen kaum durchquerbaren Stechginsterfeldern. In dem als militärischem Übungsgelände genutzten Gebiet gab es außer vereinzelten Pfaden und Zäunen kaum Leitlinien, so dass man sich beim Orientieren fast ausschließlich auf das Höhenbild verlassen musste. Ca. 6 km entfernt, ebenfalls in einem Dünengelände, fand der Trail-O statt. Das „Murlough Beach“ Naturreservat bot dabei schwierige Entscheidungen. So mussten z.B. aus 5, an einem Zaun aufgereihten Posten, der richtige ausgewählt werden.
Am Ostersonntag folgte die Langdistanz am Slieve Croob. 13,0 km und 700 hm waren auf der Herren Elite Bahn zu bewältigen. Das offene, steile Gelände in dem gelaufen wurde, war eher für die Schweizer Alpen charakteristisch und nicht für Irland. Der Trail-O des Tages fand im Castlewellan Forest Park statt. In diesem überwiegend offenen Gelände war besonders das Peilen zwischen Bäumen und Dickichten gefragt.
Zur abschließenden Staffel ging es nochmals in das Gebiet „Tyrella South“. Leider gab es hier keine Strecken für Einzelstarter, so dass dieser Tag für mich Wettkampfrei blieb.
Unter der Woche bot der North West Orienteering Club noch zwei Trainingsläufe zur Vorbereitung auf die Irischen Meisterschaften an. Die Läufe fanden in der offenen, steinigen Mittelgebirgslandschaft der „Mourne Mountains“ südlich von Belfast statt.
Zum Abschluss der Woche ging es noch zu den Irischen Meisterschaften. Am Samstag fanden die Mitteldistanzmeisterschaften in den „Dublin Hills“ statt. Das offene Gelände war durch zahlreiche Löcher, Senken und Gräben durchsetzt. Diese hatten ihren Ursprung überwiegend in der Torfstecherei und waren leider oft erst zu sehen, wenn man bereits darin stand.
Die Langdistanzmeisterschaften fanden in den „Wicklow Mountains“ statt. Das offene und steinige Gelände gruppierte sich dabei um zwei Bergkuppen und erinnerte schon wie die Langdistanz beim JK stark an Alpines Gelände.

Steffen Hartmann

Ergebnisse:
JK: www.siresults.co.uk/2011/JK/
Trainingsläufe (Ergebnisse und Routegadget): www.nwoc.info
Irische Meisterschaften: orienteering.ie/builder.php3 und orienteering.ie/builder.php3
Routegadget:
JK: www.jk.routegadget.co.uk/cgi-bin/reitti.cgi
Irische Meisterschaften: orienteering.ie/gadget/cgi-bin/reitti.cgi

Trail-O zum selbstversuchen:

Trail-O Aufgabe: Kartenauschnitt mit Bild des Posten drei
Trail-O Lösung: Lösungskarte
Der Autor bei den Irischen Meisterschaften (Foto: © Paul Smyth)
 

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Flöha, 16./17. April 2011

DBK Ultralangdistanz und Bundesranglistenlauf

Kondition ist beim „langen Kanten“ gefragt

In Flöha, nahe Chemnitz, richtete der SSV Planeta Radebeul die diesjährigen Bestenkämpfe über die Ultralangdistanz aus. Traditionell sind diese Bestenkämpfe nicht ganz so gut besucht, so dass auch die schwäbische Delegation überschaubar blieb.
Das Laufgebiet wurde bereits für die Staffelmeisterschaften 2008 und den JLVK 2009 genutzt und deshalb nicht unbekannt. Der Wald zeichnete sich überwiegend durch gute Belaufbarkeit aus und war durch ein dichtes Weg- und Schneisennetz geprägt. Bedingt durch Forstarbeiten war das Wegenetz oftmals schlammig und nur schwer zu belaufen, so dass Querlaufen kraftsparender sein konnte. Auf den Bahnen gab es viele, oftmals kaum zu erkennende Routenwahlen, einzig ein ganz großer Schlag war auf keiner Bahn vorhanden.  Lange Schlaufen forderten  zusätzliche Konzentration, da ein Fehler in der Reihenfolge gleich große Umwege und Zeitverluste nach sich ziehen konnte.
Fridrich Vischer (H65) und Gerhard Horn (H75) erreichten beide den 2. Platz in ihrer Altersklasse, Jakob Schach wurde 6. in der H 20. Auch die weiteren Schwäbischen Teilnehmer konnten sich in ihren Kategorien unter den besten 10 platzieren.
Am Sonntag folgte ein Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz. Gelaufen wurde im nördlichen Teil des bereits am Samstag verwendeten Waldgebiets. Hier gab es einige Gruben, Löcher und Grabensysteme, die es sicher anzulaufen galt. Auch in diesem Waldabschnitt war die Belaufbarkeit durch Forstarbeiten stark eingeschränkt.
Das beste schwäbische Ergebnis erzielte Gerhard Horn, der in seiner Altersklasse souverän gewann.

Steffen Hartmann

Ergebnisse: planetaol.de/bla/index.php
Route Gadget: www.orientierungslauf.de/routegadget/

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Gundelfingen und Kippenheim, 26./27.3.2011

Auftakt der Baden-Württembergischen OL-Saison 2011

Zwei Landesranglistenläufe in Südbaden

Die Gundelfinger Turnerschaft und der TV Kippenheim richteten die ersten beiden Landesranglistenläufe des Jahres aus.
Am Samstag war die Gundelfinger TS Gastgeber eines Doppelsprints, der auch als Wertungslauf zur Deutschen Parktour zählt.
Der erste Lauf führte durch den Ort sowie eine kleine Parkanlage. Die sehr fein gezeichnete Karte war dabei stellenweise schwer zu lesen, so dass der Laufrhythmus immer wieder durch das erforderliche  Kartenstudium unterbrochen werden musste. Schlaufen und Kreuzungen innerhalb der Bahnlegung, erforderten zusätzlich Konzentration um am Ende nicht am falschen Posten zu stehen.
Nach einer kurzen Pause startete der 2. Lauf des Doppelsprints. Ein Waldsprint der rund um das GTS-Heim verlief. Auch hier warteten wieder zahlreiche Schlaufen auf die Läufer. Die Bahnen konzentrierten sich dabei überwiegend auf zwei Grabensysteme innerhalb des Laufgebiets.

Am Sonntag folgte der 2. Landesranglistenlauf, den der TV Kippenheim ausrichtete.
Getarnt mit einem neuen Kartennamen fand der Lauf abermals im bekannten und anspruchsvollen Gebiet statt, das durch den Wechsel zwischen Weinbergen und Wald geprägt war. Auch wenn den regelmäßigen Teilnehmern, der eine oder andere Postenstandort bekannt vorkam, gelang es Klemens Jörger wieder anspruchsvolle Bahnen anzubieten.

Der nächste Landesranglistenlauf findet am 2.06.2011 in Heidelberg, zusammen mit den Deutschen Hochschulmeisterschaften, statt.

Steffen Hartmann

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Kmehlen/Liega 19./20.03.2011

DBK-Nacht 2011

Start der nationalen OL-Saison in den Kmehlener Bergen

Unter Verwendung der Laufkarte der Mitteldistanzmeisterschaften von 2010, richtete der USV TU Dresden die diesjährigen Deutschen Bestenkämpfe im Nacht-OL aus.
Nachdem die letzte Auflage vor zwei Jahren in urbanem Gelände stattfand, kehrte die DBK-Nacht wieder in den Wald zurück. Das Laufgelände erstreckte sich rund um einen Höhenrücken, der von zahlreichen kleinen Einschnitten, Mulden und Löchern geprägt war. Der Wald, der von zahlreichen kleinen Pfaden durchsetzt war, bot einige Brombeerfelder. Diese waren zwar niedrig, stellten jedoch besonders nachts Stolperfallen dar.
Gestartet wurde im Massenstart mit Schlaufen. Die Bahnen boten dabei hohe technische Anforderungen und wären auch am Tag noch anspruchsvoll gewesen. Durch die zahlreichen Läufer/innen, die durch den Massenstart um einen waren, bot sich ein völlig neues Nacht-OL Gefühl.
Die kleine schwäbische Delegation schnitt erfolgreich ab. Meike Hartmann (TGV Horn) wurde 2. in der D35, Steffen Hartmann (TGV Horn) konnte in der H21 A lang denselben Platz erreichen. Friedrich Vischer (OL-Team Filder) belegte in der H65 den vierten Platz.

Abgeschlossen wurde das Wochenende am Sonntag mit einem Bundesranglistenlauf, der in der Liegaer Heide stattfand.
Das flache, schnell belaufbare und mit einzelnen feinkupierten Abschnitten durchzogene Gelände, erforderte dabei ganz andere Orientierungsfähigkeiten gegenüber dem Nachtlauf.
Gerhard Horn (TGV Horn) siegte in der H75, Friedrich Vischer wurde fünfter in der H65 und Meike Hartmann sechste in der D35.

Steffen Hartmann

Ergebnisse

Ausschnitt H21A lang (DBK-Nacht)

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Dettingen, 20.03.2011

1. Panorama OL unterhalb der Burg Teck

Sonntagswetter beim offenen Trainingslauf des OL Teams Filder 

51 Läufer/innen trafen sich zu einem offenen Trainingslauf des OL Teams Filder, die auf den drei angebotenen Bahnen, einen Formtest unmittelbar vor den ersten Landesranglistenläufen absolvieren konnten.
Hierbei wurden die Teilnehmer mit sprichwörtlichem Sonntagswetter und famosen Aussichten verwöhnt.
Unter Verwendung des elektronischen SportIdent Systems bot der Trainingslauf, im sportlich anspruchsvollem Gelände unterhalb der Burg Teck, wettkampfnahe Voraussetzungen, so dass auch die Teilnehmer/innen, deren Sonntagsausflug mit einer etwas weiteren Anreise verbunden war, den Aufwand absolut nicht bereut haben dürften.
Am kommenden Wochenende (26./27.3.11) trifft sich die baden-württembergische „OL-Gemeinde“, dann zu ihren ersten beiden Wertungsläufen der Landesrangliste 2011, in Gundelfingen und Kippenheim.

Ergebnisse

Treffpunkt...
Blick nach Dettingen
Die Burg Teck
Das Laufgelände in "Natura"
Karte Teckberg mit der anspruchvollsten Bahn des Trainingsangebots - Bahn 1

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Neckarsulm, 23.02.2011

OL Angebot zum Landeskinderturnfest 2011

Kartenaufnahme beendet

Artikel von Jörg Ulver (PDF-Datei)

 

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Landshut, 5. Februar 2011

LAOLA in der Isarau

Finale der Landshuter Nacht-OL Serie

Das Finale der Landshuter Orientierungslaufabende mit zwei Nacht-Sprints in den Landshuter Isarauen, nutzten Jakob Schach und Steffen Hartmann zum Auftakt in die OL-Saison.
Das Topfebene Gelände bot dabei nur wenige Objekte, die zudem meist im Dickicht versteckt waren. Schlechte Belaufbarkeit und die eingeschränkte Sicht erschwerten das Orientieren zusätzlich.
Leider folgten nicht viele Orientierungsläufer der Einladung des OLV Landshut. Die wenigen Teilnehmer erhielten die Chance gegen den WM-Teilnehmer 2010 Christoph Brandt zu laufen.
Die beiden schwäbischen Teilnehmer hatten dabei noch keine gute Frühform und mit den vorderen Plätzen nichts zu tun.
Steffen Hartmann

Ergebnisse Lauf 1: http://www.ol-landshut.de/ergebnisse/2011laola5.pdf
Ergebnisse Lauf 2: http://www.ol-landshut.de/ergebnisse/2011laola6.pdf

Steffen Hartmann

2. Runde mit GPS-Track

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